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170305 - Pressemitteilung vom 05.03.17 - Regeln für die SVE

Pressemitteilung vom 05.03.17

Der Grüne Blick auf die Erzhäuser Politik

Regeln gelten für alle

Die Förderung der Erzhäuser Vereine ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Kommunalpolitik, denn besonders das vielfältige Vereinslebens macht aus Erzhausen einen Ort mit eigener „Seele“ – im nahen Umfeld der Großstädten Darmstadt und Frankfurt ist das keine Selbstverständlichkeit.

Und so nehmen Gemeindevertretung und –vorstand Förderanträge von Vereinen immer mit Wohlwollen auf, denn ein Förderantrag enthält ja nicht nur die Bitte um finanzielle Unterstützung, sondern ist zugleich auch ein Zeichen für die Leistung des beantragenden Vereins: Ein Verein, der eine Fördersumme von beispielsweise 1.000 Euro für eine Investition beantragt, muss als Eigenleistung die Summe von 9.000 Euro einbringen, so sehen es die Erzhäuser Richtlinien zur Vereinsförderung vor.

Warum dann der Ärger um den Förderantrag der SV Erzhausen?

In der Sache geht es hier um den Umbau des Sportheims der SVE, ein großes Projekt mit einem Kostenumfang von ca. 140.000 Euro – die unentgeltlichen Arbeitseinsätze der Vereinsmitglieder sind hierbei nicht eingerechnet. Hierzu hat die SVE nach Beginn der Baumaßnahme eine Förderung beantragt, die nach den Erzhäuser Richtlinien bei 10%, also bei 14.000 Euro oder – bei Einrechnung der unentgeltlichen Arbeitseinsätze – sogar noch etwas höher liegen kann.

Der Gemeinde Erzhausen geht es zur Zeit finanziell gut, aber trotzdem gilt: 14.000 Euro sind für Erzhausen kein Pappenstiel. Hier sind die Kommunalpolitiker gefordert, genau hinzusehen. Damit es fair zugeht bei solchen Förderungen, hat sich die Gemeinde Erzhausen ein Regelwerk gegeben, die bereits erwähnten „Richtlinien zur Vereinsförderung“. Die Beachtung dieses Regelwerks liegt im Interesse der Erzhäuser Bürgerinnen und Bürger, die ja überwiegend keine SVE-Mitglieder sind, aber natürlich genauso im Interesse der SVE-Mitglieder selbst und der Mitglieder anderer Erzhäuser Vereine, die eine Gleichbehandlung aller Vereine erwarten können.

Eine Regel der Erzhäuser Richtlinien lautet: „Diesen Anträgen sind Pläne, Kostenberechnungen und ein Finanzierungsplan beizufügen.

Und genau hier lagen und liegen die größten Probleme des SVE-Antrags: Bei Vorlage in der Gemeindevertretung war dem Antrag keine dieser notwendigen Anlagen beigefügt. Später folgten Kostenaufstellungen und mündliche Erläuterungen.

Der geforderte Finanzierungsplan, der darüber Aufschluss gibt, wie und ob das Vorhaben überhaupt solide finanziert ist, fehlt bis heute vollständig. Auch bei genehmigter Förderung muss die SVE aber 126.000 Euro selbst finanzieren. Wie? Das bleibt unklar.

Das alles scheint nicht unlösbar. Aber diese Probleme als „völlig haltlose und unberechtigte Anschuldigungen“ abzutun, die nun vom Tisch seien, wie es der kommissarische SVE-Vorstand im Erzhäuser Anzeiger vom 02 März darstellt, hilft hier ganz bestimmt nicht weiter.

Renate Battenberg, Dr. Andreas Heidenreich, Ingrid Osterkamp, Klaus Süllow für Bündnis 90/Die Grünen Erzhausen